TVM-OPEN - Interview mit Uwe Maaß

Interview mit dem „Macher“ der TVM-OPEN Uwe Maaß

Dieses Turnier ist mein Baby...

tvm2019R.Q.: Herr Maaß, Sie sind als Bezirksvorsitzender des Tennisverbands Mittelrhein Rechtsrheinisch und Präsident des Tennisclubs Rot-Weiß Troisdorf seit Jahren eng mit den TVM Open (urspr. Troisdorf Cup) verbunden. In welchem Verhältnis und in welcher Funktion stehen Sie zu diesem traditionsreichen Turnier?U.W.: Wenn ich sage, das ist mein (Baby) Turnier, dann stimmt das im weitesten Sinne. Dieses Verbandsturnier bestand seit 1970 und wurde bei Lese GW in Köln ausgetragen.  Auf Wunsch des damaligen Verbandssportwartes, Dr. Friedhelm Kettner, übernahm  1990 RW Troisdorf diese Veranstaltung. Er kannte mich als Sportwart und wir tragen seit 50 Jahren die Bezirksmeisterschaften der Erwachsenen und Jugend aus. Dazu gehört ein funktionierendes Team. RW Troisdorf ist immer für den TVM da.

R.Q.: Die TVM Open wurden in den letzten Jahren als nationales Ranglistenturnier, unter dem Titel Troisdorf Cup, ausgetragen. Seit wie vielen Jahren findet dieses Turnier bereits statt?U.W.: Die TVM-OPEN hießen vor 29 Jahren RW Troisdorf-Cup und waren ein Deutsches Ranglistenturnier für Damen und Herren.

R.Q.: In den letzten Jahren werden Sie viele besondere Situationen während des Turniers erlebt haben. An welches Ereignis erinnern Sie sich am liebsten zurück? Welche Matches sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?U.W.: Besondere Situationen gab es so nicht. Jedoch habe ich Damen und Herren kennen gelernt, die ich heute teilweise in Ehrenämtern in anderen Clubs bei meinen Besuchen wieder sehe und auch erkannt werde. Das ist sehr angenehm. Eine WTA-Spielerin, Sabine Lisicki, ist in Troisdorf geboren und hat bei uns Tennis gelernt und auch als Mädchen in der Mannschaft gespielt. Das Endspiel in Wimbledon wurde bei uns auf Großleinwand übertragen. Es waren ca. 200 Zuschauer anwesend, fünf Fernsehteams und drei Radiosender. Das war bisher für mich und unseren Club das größte Highlight.

R.Q.: Dieses Jahr finden die TVM-Open erstmals auf internationaler Ebene statt. Wie kam es zu der Idee, dem Turnier ein Upgrade mit ITF-Status zu verleihen?U.W.: Der TVM hat bisher kein großes internationales Turnier in seinem Gebiet.  Der Vorsitzende, Dr. Manfred Weber, hat auf Anstoß von M.A.R.A. Sport-Consulting im Vorstand diese Idee umgesetzt und das Turnier auf Grund guter Erfahrung mit RW Troisdorf zu uns gelegt. Gleichzeitig investiert der TVM in das Tunier.

R.Q.: Bestehen noch weitere Wachstumschancen für das Turnier? Und welche Bedeutung wird den TVM-Open seitens des Verbandes zugeschrieben?U.W.: Die Gegend Bonn – St. Augustin – Siegburg – Lohmar – Troisdorf ist ein Tennis-Mekka. Daher sehe ich gute Wachstumschancen und für den TVM und allen Clubs eventuell Mitgliederzuwachs.

R.Q.: Die Durchführung einer solchen Veranstaltung ist mit großem Aufwand und Engagement verbunden. Die Mithilfe von anderen Personen ist unverzichtbar. Inwieweit erfahren Sie die Unterstützung Ihres Vereins, dem TC RW Troisdorf?  U.W.: RW Troisdorf ist ein leistungsorientierter Club. Die Platzanlage ist als Turnieranlage konzipiert. Man kann an jeden Platz nah heran.  Die Mitglieder und der Vorstand unterstützen diese tolle Ereignis.

R.Q.: In den letzten Jahren hat der deutsche Tennissport mit den Grand Slam Erfolgen von Angie Kerber und dem WM Erfolg von Alexander Zverev Glanzzeiten erleben dürfen. Sehen wir das nächste Top-Talent bereits im Mai bei den TVM Open?U.W.: Wer weiß das schon? Ich bin aber sehr positiv gestimmt, dass wir tolle Leistungen von Spielern sehen, die wir durchaus später einmal im TV bewundern dürfen. Alle Weltstars mussten durch diese ITF Turniere.

R.Q.: Weshalb ist ein Turnier dieser Kategorie für Tennisfans besonders attraktiv?   U.W.: Die Attraktivität ist dadurch gegeben, dass die ansässigen Tennisspieler und Zuschauer Tennis der Weltklasse sehen und hautnah dabei sein können. Es wird auch aus unserem Club für den TVM eine WC in der Qualifikation an Mike Döring und eine WC für das Hauptfeld an Nicolas Walterscheid-Tucic vergeben. Beide sind in der Region sehr bekannte Spieler.